{"id":4846,"date":"2015-10-28T12:01:24","date_gmt":"2015-10-28T12:01:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/?page_id=4846"},"modified":"2016-03-16T12:16:04","modified_gmt":"2016-03-16T12:16:04","slug":"mehr-nichts-geht-ausstellung-in-nurtingen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/kunst\/visuelles\/visuelles-2015\/mehr-nichts-geht-ausstellung-in-nurtingen\/","title":{"rendered":"&#8222;mehr Nichts geht&#8220; &#8211; Ausstellung in N\u00fcrtingen"},"content":{"rendered":"<h3><span style=\"color: #808080;\"><br \/>\n<\/span><\/h3>\n<h2><span style=\"color: #333333;\"><strong>Vom 8. &#8211; 14.11.2015 zeigt Werner Kley im Provisorium  N\u00fcrtingen eine Reihe grossformatiger Werke aus vier Jahrzehnten. &#8222;mehr  Nichts geht&#8220; ist der Titel dieser eindrucksvollen Ausstellung. <\/strong><\/span><\/h2>\n<h2><span style=\"color: #808080;\"><span style=\"color: #333333;\"> Im Untergeschoss der Stadthalle K3N, Heiligkreuzstrasse 4, 72622 N\u00fcrtingen<strong><br \/>\n<\/strong><\/span><\/span><\/h2>\n<h2><span style=\"color: #808080;\"><span style=\"color: #333333;\"><strong> <\/strong><\/span><span style=\"color: #333333;\"><strong>Vernissage:     8.11. 2015 (17 &#8211; 20 Uhr)<\/strong><\/span> <\/span><\/h2>\n<h2><span style=\"color: #808080;\"><span style=\"color: #333333;\"><strong> Ausstellung:    9.11. bis 13. 11.2015\u00a0  (jeweils 17 &#8211; 20 Uhr)<\/strong><\/span> <\/span><\/h2>\n<h2><span style=\"color: #808080;\"><span style=\"color: #333333;\"><strong> Finissage:     14.11. 2015 (16 &#8211; 19.30 Uhr)<\/strong><\/span> <\/span><\/h2>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"> <\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"> <\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"> <\/span><\/h3>\n<h4><span style=\"color: #808080;\"> <\/span><\/h4>\n<h4><span style=\"color: #808080;\"><\/p>\n<p><\/span><\/h4>\n<h4><span style=\"color: #808080;\"><\/p>\n<p><\/span><\/h4>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"><\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"> <\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\">Hier einige Zitate aus dem Katalog:<\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\">Nachfolgendes ist inspiriert von Markus Gabriel und seinem unerwartet leichtf\u00fc\u00dfigen philosophischen Buch \u201eWarum es die Welt nicht gibt\u201c; dabei folgt Gabriel konsequent der 1879 von Gottlob Frege vorgelegten Formelsprache des reinen Denkens.<\/span><span style=\"color: #808080;\"> <\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"><\/p>\n<p>Als Begr\u00fcnder des Logizismus verbindet Frege die Arithmetik mit den Naturgesetzen. Er promoviert \u00fcber<span style=\"color: #808080;\"> <\/span> geometrische Darstellungen der imagin\u00e4ren Gebilde in der Ebene. Gabriel erl\u00e4utert dessen Einfluss auf B. Russell und L. Wittgenstein &#8211; und die Form des logischen Schlie\u00dfens in der Syllogistik des Aristoteles &#8211; von der er sich<span style=\"color: #808080;\"> <\/span> abgrenzt.<\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\">In dem zun\u00e4chst einfachen Bild von der Kamera, die uns eine objektive Anschauung von der Welt geben kann, deutet sich die unglaubliche Dimension des Anspruchs an. Erst wenn sich diese Kamera in letzter Konsequenz selber fotografiert, sind alle Antinomien aufgehoben.<\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\">Ob es Gott gibt, ist keine Frage der Naturwissenschaften. Er kommt selbstverst\u00e4ndlich im Universum nicht vor. Es gibt kein solches Weltganzes. Gabriel: \u201eDie Religion nimmt die Einstellung einer maximalen Distanz ein. Anschlie\u00dfend kommt sie auf den Menschen zur\u00fcck, der durch die Auseinandersetzung mit Gott auf das Wagnis der Geistesgeschichte eingegangen ist.\u201c<span style=\"color: #808080;\"> <\/span><\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\">Aus meiner Zeit als Grafiker ist Manches in Mappen gelandet, die z. Teil noch vorliegen. Das wird nicht mehr gezeigt. \u00dcberhaupt: In der Geste des Zeigens steckt notwendigerweise das Bem\u00fchen um Sinn, um Bedeutung. Das geht nicht anders, wenn es um die Bedeutung der jeweiligen Arbeit selbst geht.<span style=\"color: #808080;\"> <\/span><\/p>\n<p>In der Bildenden Kunst kommen dann immer noch Aspekte des Materials oder auch der Ausstellungssituation dazu.<span style=\"color: #808080;\"> <\/span> Allein schon die Haptik der Darstellung, z.B. des Farbauftrags, ist Botschaft &#8211; und damit alles andere als sinn-los. Das ist dem K\u00fcnstler bewusst.<\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\">Er ist wesentlich mitverantwortlich f\u00fcr das Gelingen einer sinnstiftenden Kommunikation zwischen dem interessierten Betrachter und dem Gezeigten. Kunst stiftet dann Sinn, wenn sie uns mit der Ambivalenz von Sinn vertraut macht.<\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\">Der jeweilige Datenbestand sollte sich also voraussetzungslos erschlie\u00dfen lassen &#8211; und damit jedem Betrachter zumindest einen Gespr\u00e4chseinstieg erm\u00f6glichen. Inh\u00e4rente Bildinformationen entziehen sich dieser Funktion und entlassen das Konstrukt in die\u00a0 Niederungen der Geschw\u00e4tzigkeit, ja des Kitsches.<\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\">Mit dem Ende meiner Arbeit als Kunsterzieher habe ich eine Reihe gro\u00dfformatiger Farbstiftzeichnungen (120 x 150 cm \/ 150 x 120 cm) unter dem Titel \u201emehr Nichts geht\u201c angelegt.<\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\">Auf inhaltlicher Ebene kann ein vom Betrachter zu leistender Einstieg auch \u00fcber den Titel gelingen. Bei minimalem Einsatz grafischer Mittel kn\u00fcpft dieser Schl\u00fcsselreiz ikonografisch \u00fcberwiegend an der pers\u00f6nlichen, an der Alltagserfahrung an.<\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">Aspekte \/ Gedankensplitter<\/span><\/p>\n<p><strong>Existenz: Um zu existieren, bedarf es &#8211; im Wortsinne &#8211; des \u201eHervortretens\u201c (aus einem Hintergrund).<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"><strong>F\u00fcr Heidegger ist die Welt \u2026 der Bereich aller Bereiche<\/p>\n<p>Existenz ist nur innerhalb eines Sinnfeldes m\u00f6glich. Beispiel: Familie; aber auch die Kommunalwahl kann so ein Sinnfeld sein, aus dem man so sch\u00f6n hervortreten kann. Ontologie pur! (siehe auch: Markus Gabriel, Warum es die Welt nicht gibt)<\/p>\n<p><\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"><strong>Magrittes Gem\u00e4lde \u201aCeci n\u2019est pas une Pipe\u2018 \/ The Treason of Images: Die bildliche und die schriftliche Darstellung geben hier einander widersprechende Signale.<\/p>\n<p><\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"><strong>Wittgenstein meinte, Paradoxien lie\u00dfen sich vermeiden, wenn man strenge Regeln f\u00fcr die Sinnhaftigkeit anlegt. Er selbst sprach prinzipiell nicht \u00fcber Dinge, die nur gezeigt und nicht gesagt werden k\u00f6nnen. Wovon man nicht sprechen kann, dar\u00fcber muss man schweigen.<\/p>\n<p><\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"><strong>In der Philososphie hat das Paradoxe einen exakten Sinn. F\u00fcr zwei einander widersprechende Aussagen gibt es gleich gute Beweise.<\/p>\n<p><\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"><strong>Werner Kley, August 2015<\/p>\n<p><\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><strong> <\/strong><\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<h3><span style=\"color: #808080;\"><strong> <\/strong><\/p>\n<p><\/span><\/h3>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S00-web.jpg\" rel=\"lightbox[4846]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4848\" title=\"KleyKunst-S00-web\" src=\"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S00-web.jpg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"510\" srcset=\"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S00-web.jpg 850w, https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S00-web-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S00-web-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S12-web.jpg\" rel=\"lightbox[4846]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4849\" title=\"KleyKunst-S12-web\" src=\"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S12-web.jpg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"510\" srcset=\"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S12-web.jpg 850w, https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S12-web-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S12-web-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong><a href=\"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S13-web.jpg\" rel=\"lightbox[4846]\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-4850\" title=\"KleyKunst-S13-web\" src=\"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S13-web.jpg\" alt=\"\" width=\"510\" height=\"510\" srcset=\"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S13-web.jpg 850w, https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S13-web-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-content\/uploads\/2015\/10\/KleyKunst-S13-web-300x300.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 510px) 100vw, 510px\" \/><\/a><\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #808080;\"><strong><br \/>\n<\/strong><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vom 8. &#8211; 14.11.2015 zeigt Werner Kley im Provisorium N\u00fcrtingen eine Reihe grossformatiger Werke aus vier Jahrzehnten. &#8222;mehr Nichts geht&#8220; ist der Titel dieser eindrucksvollen Ausstellung. Im Untergeschoss der Stadthalle [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":5465,"menu_order":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","template":"","meta":{"footnotes":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4846"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4846"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4846\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":5488,"href":"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4846\/revisions\/5488"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/5465"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.kdrei-2009.de\/WPKdrei\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4846"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}